Generalversammlung, 01. April 2017

Sehr geehrte Mitglieder der Freunde des Museums Oskar Reinhart

Am Samstag, 1. April um 10:30 Uhr führen die Kuratoren Andrea Lutz und David Schmidhauser durch die Ausstellung Francisco José Goya – Meister der Druckgraphik.

Anschliessend, um 11:45 Uhr, sind Sie zur jährlichen ordentlichen Mitgliederversammlung im Briner-Saal herzlich eingeladen.

Das Protokoll der Mitgliederversammlung 2016 finden sie hier.

Die Erfolgsrechnung und Bilanz finden Sie hier und hier.

Der ganze Vorstand würde sich freuen, Sie an dieser Versammlung zu begrüssen.

Anschliessend an die Generalversammlung laden wir Sie zu einem Apéro ein.

Führung durch die Ausstellung: Sigismund Righini

Der Vorstand der Freunde des Museums Oskar Reinhart hatte vergangenen Samstag zu einer Führung durch die erst kürzlich eröffnete Ausstellung Sigismund Righini – Im Bann der Farbe eingeladen. Eine durchmischte Gruppe von 22 Personen folgte gespannt den Erläuterungen der Ausstellungskuratorin Andrea Lutz.

Die farbenfrohen Portraits, Selbstbildnisse, Landschaften und Stillleben des heute fast vergessenen Malers fanden bei den Besuchern großen Anklang und regten auch nach der Führung zu Diskussionen an. Anschließend wurde für alle ein Apéro spendiert. Die Verköstigung mit belegten Brötchen, hausgemachtem Beerensaft, Prosecco und Kirschen aus dem Garten rundeten den gelungenen Anlass gebührend ab.

Vereinsreise nach Antwerpen

Reise der Freunde des Museums Oskar Reinhart vom 18. März bis 20. März 2016 nach Antwerpen

Die diesjährige Reise brachte uns nach Antwerpen und war in Anlehnung an die Sammlung Briner geplant worden, welche bald ihren Platz in den Räumen des Museums Oskar Reinhart finden soll. Zudem hatte unser Vorstandsmittglied Harry Joelson einige Wochen im Museum Mayer van den Bergh in Antwerpen gearbeitet und kennt die Stadt und ihre Museen bestens.

Freitag, 18. März
Mit einstündiger Verspätung traf unsere Reisegruppe am Freitagmittag im Hotel Hilton ein und wurde vom Organisator Harry Joelson und unserer Präsidentin Sonja Remensberger herzlich begrüsst (die Beiden besuchten am Donnerstag im niederländischen ’s-Herzogenbosch bereits die Ausstellung Hieronymus Bosch – Visionen eines Genies). Nach einem kurzen Imbiss brachte uns das Taxi zum Museum Mayer van den Bergh, wo uns die Direktorin eine kurze Einführung in die Geschichte des ältesten Sammlermuseums gab. Anschliessend führte Harry Joelson, der für das Museum wiederholt ehrenamtlich tätig war und das Haus bestens kennt: Fritz Mayer van den Bergh (1858-1901) starb im Alter von 43 Jahren. Nach seinem Tod liess seine Mutter für die Sammlung ihres Sohnes ein Museum erbauen. Das würdevolle, neogotische Gebäude erinnert an ein Patrizierhaus aus dem «goldenen Zeitalter» Antwerpens. Die Gemälde, Skulpturen, Tapisserien, Zeichnungen und Stiche beschwören auf authentische Weise das Leben und Wirken des Sammlers. Dann wurde ins Rockoxhuis gewechselt: Nicolaas Rockox (1560–1640), eine wichtige Figur der Antwerpener Gesellschaft, erwarb das Anwesen 1603 und schuf mit seinen Kunstsammlungen einen überwältigenden Schatz; hier werden während der Renovierung des Königlichen Museums für Schöne Künste entsprechende Leihgaben gezeigt. Nach dem Rückkauf in den 1970er Jahren bietet das abgelegene Museum in Renaissance-Stil eine intime Kulisse zur Kunstbetrachtung (insbesonders die aktuelle Ausstellung «Power Flower: Blumenstillleben in den Niederlanden»), einen idyllischen Garten und ein geschmackvoll eingerichtetes Haus mit Wandteppichen und Möbelstücken. Der eindrucksvolle Tag wurde abgerundet mit einem Nachtessen im tollen Restaurant De Manie. (Foto)

Samstag, 19. März
Am Morgen brachen wir mit dem Vorortszug nach Lier auf.
Nach einem Spaziergang durch die Altstadt und über den schönen Marktplatz, erreichten wir das Stedelijk Museum, ein ursprünglich privates Wohnhaus, in dem sich eine bedeutende Kunstsammlung mit flämischen Künstlern des 16. – 20. Jahrhunderts befindet. Zu bewundern sind neben Werken von Abel Grimmer, David Tenier II, Adriaen Ostade u.a. auch zwölf Gemälde von Pieter Bruegel dem Jüngerem. Darunter die Anbetung der Könige im Schnee nach dem Gemälde im Römerholz und zwei Versionen der Sprichwörter. Besonders spannend war es, verschiedene Versionen desselben Themas nebeneinander zu sehen und direkt vergleichen zu können.

Nach einen gemütlichen, traditionellen flämischen Mittagessen und dem obligaten Bier ging es zurück nach Antwerpen!
Im Museum Plantin Moretus erwartete uns eine Führung durch die älteste und einzigartige Druckerei der Welt. Ein vollständig eingerichtetes Wohnhaus mit Bibliothek, dazugehörigem Garten, einem Bücherladen und eine vollständig erhaltene Druckerei aus der Zeit hinterliessen bei uns allen eine bleibenden Eindruck. Das gesamte Atelier der weltberühmten Druckerei sieht nach 440 Jahren noch genauso aus, als könnten die Setzer, Letterngiesser, Drucker und Korrektoren jederzeit ihre Arbeit wieder aufnehmen. (Foto)
Bei einem wunderbaren Essen und einer reichen Auswahl an köstlichem Bier im bekannten Restaurant «De Rooden Hoed» liessen wir diesem Tag fröhlich ausklingen.

Sonntag, 20. März
Den Vormittag verbrachen wir ausgiebig im Wohnhaus von Peter Paul Rubens – PPR wie einige ihn hier in Antwerpen nennen. Das Wohnhaus mit schönem Garten ist angereichert mit Gemälden, Möbeln und Kunstobjekten aus dem Besitzt des Malers oder zumindest aus der Epoche und zeigt dem Besucher die ganze Pracht und den Reichtum, mit der sich der Künstler umgab. (Foto)
Vor dem Besuch der Kathedrale stärkten wir uns noch im Restaurant mit dem passenden Namen «Het Elfde Gebod». Ein sehr origineller Ort, welcher mit hunderten von Heiligenstatuen, Madonnen, Christusfiguren, Ewiglichtern, Engeln und anderen Gegenständen aus Kirchen geschmückt ist. (Foto)
Die Liebfrauenkathedrale oder niederländisch Onze-Lieve-Vrouwekathedraal vereint verschiedenste Bau- und Kunststile und zählt zu den Höhepunkten brabantischer Baukunst. Seit 2009 sind hier im Zuge der Renovierungsarbeiten des Königlichen Museums zahlreiche grossformatige Werken zu sehen. («Reunion: Von Quinten Metsijs bis Peter Paul Rubens. Meisterwerke aus dem Königlichen Museum kehren in die Kathedrale zurück»). Die Stunden verflogen mit anregenden Gesprächen und Betrachtungen der Gemälde, des wunderbar geschnitztes Chorgestühls und der Glasfenster wie im Flug. Die Brücke zur Kunst der Gegenwart schlägt ein zeitgenössisches Werk. Seit 100 Jahren steht mit der grossen Metallskulptur «Der Mann, der das Kreuz trägt» wieder erstmals ein neues Werk in der Kathedrale. Es ist ein Selbstporträt des international bekannten, belgischen Künstlers Jan Fabre und eine Auseinandersetzung mit seinem Glauben.

Hier endete die Reise, welche bei uns allen bleibende Eindrücke und Erinnerungen an anregende Gespräche in sehr geselliger und fröhlicher Gesellschaft hinterlies.

Jean-Etienne Liotard an der Royal Academy of Arts

Bild von https://www.royalacademy.org.uk/article/jean-etienne-liotard-a-beginners-guide

1760 schuf Liotard in Genf, wo er damals mehrere Aufträge erhielt, die Bildnisse von Isaac-Louis de Thellusson und dessen Gemahlin Julie de Thellusoson, geborenen Ployard. Diese Portraits bilden Höhepunkte nicht nur im Oeuvre des Künstlers, sondern auch in der Reinhart Galerie (…) (aus dem Buch „Stiftung Oskar Reinhart Winterthur“ Band 1)

Das Museum Oskar Reinhart freut sich aus seinem Bestand die beiden oben genannten Bilder der Ausstellung an der Royal Academy of Arts zur Verfügung stellen zu können.

Vom 24. Oktober 2015 bis zum 31. Januar 2016 findet an der Royal Academy of Arts, eine der wichtigsten Kunstinstitutionen Englands, eine Ausstellung zum schweizer Maler Liotard statt. Jetzt sind noch drei Wochen Zeit diese Ausstellung zu besichtigen.

Für Details zur Ausstellung folgen Sie bitte diesen Link royalacademy-jean-etienne-liotard

Unter diesem Link lesen Sie eine Einführung in die Ausstellung.

Sehr spannende Videos zur Ausstellung des schweizer Künstlers in England finden Sie wenn Sie diesem Verweis folgen.

Einen etwas anderen Rückblick auf die Ausstellung findet man auf theframeblog . Hier werden mit detaillierten Fotografien die aufwendigen Einrahmungen der Bilder der Ausstellung betrachtet. Wie wir finden eine sehr spannende und interessante Sichtweise, die noch dazu auf dem blog hervorragend präsentiert wird.

Veranstaltungshinweis: Neues Museumskonzept

Mit neuem Schwung geht es bei uns am 20. Januar 2016 mit der ersten Veranstaltung im neuen Jahr weiter, das im Zeichen des neuen Museumskonzepts in Winterthur steht.
Mittwoch, 20. Januar, 19.30 Uhr, Dritter Raum der Kunsthalle Winterthur
Café des Arts:
Unter der Gesprächsleitung von Karin Salm, Kulturredakteurin SRF2, werden Dr. Kathleen Bühler, Kuratorin für Gegenwartskunst Kunstmuseum Bern, Michael Künzle, Stadtpräsident Winterthur, Dr. Dieter Schwarz, Direktor Kunstmuseum Winterthur und Dr. phil. David Streiff, Kunsthistoriker, Verfasser des Berichts der Museen sowie Vizepräsident ”Freunde des Museums Oskar Reinhart“, über die Neuerungen diskutieren.

Wir freuen uns, Sie an diesem Anlass, der um 19.30 Uhr beginnt, im Dritten Raum der Kunsthalle Winterthur anzutreffen.

Die Kunst schätzen und besser vermarkten

Wie eine Sternschnuppe Artikel vom Landboten
Wie eine Sternschnuppe Artikel vom Landboten

Marc Fehlmann hat das Image des Reinhart-Museums aufgefrischt und die Besucherzahlen vervierfacht. Auf Ende Jahr wechselt er nun ans Deutsche Historische Museum in Berlin. Winterthur sollte seine Kunstschätze besser vermarkten, mahnt Fehlmann.

Denn

«Was hat Winterthur sonst zu bieten als Museen, die in der ganzen Welt berühmt sind?»

und

«Mit Sparen gewinnt man keinen Preis und wird auch für Besucher nicht attraktiv.»

Ein Interview von: Helmut Dworschak der und Marc Leutenegger im Landboten, den 19. Dezember

 

 

Rekordzahlen – Die Erwartungen werden übertroffen

Erwartungen wurden übertroffen
Erwartungen wurden übertroffen

«Hodler, Anker, Giacometti – Meisterwerke aus der Sammlung Blocher» beschert dem Museum Oskar Reinhart Rekordzahlen. Damit hätte Direktor Marc Fehlmann nicht gerechnet.(…) Ja, wir haben eigens einen Telefondienst eingerichtet, um Führungen zu buchen, und wir haben das Angebot unserer Gruppenführungen um 30 Prozent erhöht, allerdings ist bis Weihnachten schon alles ausverkauft und im Januar hat es nur noch wenige freie Termine.(…)

Was halten Sie von der Idee, die Namen in «Neues Museum» zu ändern? 

(…) Es wäre ein Zeichen von nicht zu überbietender Dummheit und Provinzialität seitens der Entscheidungsträger, wenn sie eine solche Marke gegen die nichtssagende Bezeichnung «Neues Museum» austauschen würden. Man kann einen operativen Zusammenschluss auch bewerkstelligen, ohne den Namen des Museums zu eliminieren, das zeigen die erfolgreichen Beispiele in München oder Berlin.

Interview: Salome Kern Stadtanzeiger vom 10. November 2015

Fast-Track – Kein Anstehen für unsere Freunde!

Besuchen Sie die Ausstellung Hodler, Anker und Giacometti, ohne lange in der Schlange warten zu müssen.

Am Bookshop gegenüber der Hauptkasse können Sie mit einer Mitgliedschaft im Freundesverein des Museums die Wartezeit verkürzen und erhalten so bevorzugten Zugang zur Ausstellung.

Wir freuen uns auf Sie und Ihre Unterstützung!

Kein Anstehen für unsere Freunde
Kein Anstehen für unsere Freunde
Bookshop - Fast Track - kein Anstehen!
Bookshop – Fast Track – kein Anstehen!

„Anker-Kinder“- eine Aktion der Freunde des Museums Oskar Reinhart

Mit Alphornklängen, Opernarien und mit „Gschwellti und Käs“ wurde am Wochenende vom 9. und 10. Oktober die Ausstellung der Sammlung von Christoph Blocher eröffnet. Am Freitagabend fanden sich Freunde und Interessierte des Museums zu einer Führung mit Marc Fehlmann und einem Apéro zusammen. Am Samstag fand dann die offizielle Eröffnung in Beisein des Sammlerehepaars Silvia und Christoph Blocher und zahlreichen Gästen aus Politik, Kunst und Wirtschaft statt.

Der Vorstand wollte die Gelegenheit einer solchen einmaligen Vernissage nutzen, um die Besucher auf den Verein aufmerksam zu machen und neue Freunde für das Museums Oskar Reinhart zu gewinnen.

Die in historische Gewänder und Trachten gekleideten Kinder und Jugendliche passten perfekt ins Bild und man hatte das Gefühl, sie seien direkt aus einem der wunderbaren Gemälde Albert Ankers entstiegen! Fröhlich und anfangs auch etwas nervös, verteilten sie Broschüren des Vereins der Freunde des MOR sowie zwischendurch auch mal einen Apfel aus ihren Körben.

Die Aktion der Kinder, welche unbekümmert und zum Teil barfuss zwischen den vielen Gästen herumsprangen, fand bei allen Besuchern grossen Anklang und verlieh den beiden Anlässen eine besondere Note.

Herbstausflug nach Ins und Greyerz am 26. September

Nach einer ruhigen Fahrt über die Stadt Biel erreichte unsere 20-köpfige Reisegruppe das Dörfchen Ins im Kanton Bern.
Bei wunderbarem Herbstwetter empfing uns Matthias Brefin, der Urenkel von Albert Anker, vor dem stattlichen Haus mit gepflegtem, im französischen Stil gehaltenen Garten.
Über eine steile Stiege gelangte man in das Atelier direkt unter dem Dach. Es ist eines der wenigen noch im ursprünglichen Sinne erhaltenen Künstlerateliers in der Schweiz.
Unzählige persönliche Gegenstände hat man dort seit Ankers Todesjahr 1910 aufbewahrt: Fotografien, Fayencen, Malutensilien, Gipsabgüsse, Textilien, ausgestopfte Tiere, eine umfangreiche Bibliothek und viele andere Kuriositäten und Gebrauchsgegenstände. Schnell fühlte man sich in eine andere Zeit versetzt.
Spannend, lebhaft und mit viel Hintergrundwissen erzählte uns Herr Brefin Anekdoten aus der Familiengeschichte, erläuterte uns einzelnen Werke seines Urgrossvaters und sprach auch über die zahlreichen Probleme beim Erhalten des Ateliers. Die Zeit verging zu schnell und gerne hätten wir den Schilderungen von Herrn Brefin noch länger zugehört oder im idyllischen Garten von Albert Anker verweilt.

Nach einem Mittagessen im Restaurant „Mont de Vully“ mit Blick auf den Murtensee ging die Reise weiter nach Greyerz.

Über einen kurzen Fussweg durch das Städtchen mit seinen malerischen Häusern (und zahlreichen Touristen) gelangten wir zum Schloss. Der mittelalterliche Bau mit Festungscharakter war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in Privatbesitz der Genfer Familie Bovy und ist heute eine Stiftung. Zahlreiche Stile der Baukunst prägen den Charakter des heutigen Schlosses. Die Sammlung beherbergt Bilder, Möbel, Gobelins, Textilien aus dem Besitz Karls des Kühnen und zahlreiche Kuriositäten wie eine mumifizierte, abgetrennte Hand, um die sich zahlreiche Geschichten ranken. Immer wieder werden die Räume auch mit zeitgenössischer Kunst bespielt.

Einer der Hauptgründe unseres Besuches war jedoch der von Camille Corot und Barthélemy Menn ausgemalte Salon. Corot war mit der Familie Bovy und mit Barthélemy Menn befreundet und weilte öfters in der Schweiz und auf dem Schloss. Die beiden Maler schmückten den in seiner Art einmaligen Salon um 1852 mit allegorischen Figuren und Landschaften aus. Ergänzt wurden diese Darstellungen mit Landschaftsmalereien und Girlanden von Henri Salzmann und Francis Furet.

Marc Fehlmanns lebhafte und spannende Erläuterungen zum Salon, seiner Entstehung und Ausführung waren der krönende Abschuss dieses Tages.