Generalversammlung, 10. März 2018

Liebe Freunde des Museums Oskar Reinhart

Am Samstag, 10. März 2018 um 10.30 Uhr sind Sie herzlich zur jährlichen ordentlichen Mitgliederversammlung im Briner-Saal eingeladen.

Der ganze Vorstand würde sich freuen, Sie an dieser Versammlung zu begrüssen.

Mit freundlichen Grüssen

Sonja Remensberger, Präsidentin

Das Protokoll der Mitgliederversammlung 2017 finden sie hier.

Die Jahresrechnung finden Sie hier.

Der ganze Vorstand würde sich freuen, Sie an dieser Versammlung zu begrüssen.

Anschliessend an die Generalversammlung laden wir Sie zu einem Apéro ein.

Das Stoofje: eine warme Fussnote zur niederländischen Genremalerei

Bildervortrag mit Harry Joelson vom Samstag, 16. Dezember 2017

Eine ansehnliche Gruppe von Vereinsmitgliedern und weiteren Interessierten traf sich in der Adventszeit für ein thematisch passendes Referat mit Herrn Joelson im Museum Oskar Reinhart:
Im 17. Jahrhundert war es in den Niederlanden besonders kalt. Weitverbreitet in Häusern und Kirchen waren Fusswärmer, sogenannte Stoofjes, die in der Genremalerei oft dargestellt wurden. Das Referat verband zahlreiche Erwähnungen in der Literatur mit einer reich bebilderten Schau der faszinierenden Welt niederländischer Genremalerei.
Haben diese Stoofjes auch eine verborgene – gar erotische – Bedeutung? Kunsthistoriker sind sich nicht einig. Eine Analyse zahlreicher Gemälde mit Stoofjes gab Hinweise: In erster Linie war das Stoofje ein Heizkörper, sei es im Raum, sei es als Fußwärmer. Es wurde ebenfalls als Schemel benutzt. Nur im Zusammenhang mit anderen Indizien könnte das Stoofje allenfalls auch einen erotischen Hinweis liefern, aber nur dann, wenn es unter einem Frauenrock steht. Die Interpretation sei jedem selbst überlassen.
In der anschliessenden geselligen Runde konnte man originale Stoofjes mit denjenigen auf den Bildern vergleichen oder sich, wenn nicht an einem Stoofje, so aber an einer köstlichen niederländischen Erbsensuppe wärmen.

Auf den Spuren des Lichts – Engadin Reise

Generalversammlung, 01. April 2017

Sehr geehrte Mitglieder der Freunde des Museums Oskar Reinhart

Am Samstag, 1. April um 10:30 Uhr führen die Kuratoren Andrea Lutz und David Schmidhauser durch die Ausstellung Francisco José Goya – Meister der Druckgraphik.

Anschliessend, um 11:45 Uhr, sind Sie zur jährlichen ordentlichen Mitgliederversammlung im Briner-Saal herzlich eingeladen.

Das Protokoll der Mitgliederversammlung 2016 finden sie hier.

Die Erfolgsrechnung und Bilanz finden Sie hier und hier.

Der ganze Vorstand würde sich freuen, Sie an dieser Versammlung zu begrüssen.

Anschliessend an die Generalversammlung laden wir Sie zu einem Apéro ein.

Führung durch die Ausstellung: Sigismund Righini

Der Vorstand der Freunde des Museums Oskar Reinhart hatte vergangenen Samstag zu einer Führung durch die erst kürzlich eröffnete Ausstellung Sigismund Righini – Im Bann der Farbe eingeladen. Eine durchmischte Gruppe von 22 Personen folgte gespannt den Erläuterungen der Ausstellungskuratorin Andrea Lutz.

Die farbenfrohen Portraits, Selbstbildnisse, Landschaften und Stillleben des heute fast vergessenen Malers fanden bei den Besuchern großen Anklang und regten auch nach der Führung zu Diskussionen an. Anschließend wurde für alle ein Apéro spendiert. Die Verköstigung mit belegten Brötchen, hausgemachtem Beerensaft, Prosecco und Kirschen aus dem Garten rundeten den gelungenen Anlass gebührend ab.

Vereinsreise nach Antwerpen

Reise der Freunde des Museums Oskar Reinhart vom 18. März bis 20. März 2016 nach Antwerpen

Die diesjährige Reise brachte uns nach Antwerpen und war in Anlehnung an die Sammlung Briner geplant worden, welche bald ihren Platz in den Räumen des Museums Oskar Reinhart finden soll. Zudem hatte unser Vorstandsmittglied Harry Joelson einige Wochen im Museum Mayer van den Bergh in Antwerpen gearbeitet und kennt die Stadt und ihre Museen bestens.

Freitag, 18. März
Mit einstündiger Verspätung traf unsere Reisegruppe am Freitagmittag im Hotel Hilton ein und wurde vom Organisator Harry Joelson und unserer Präsidentin Sonja Remensberger herzlich begrüsst (die Beiden besuchten am Donnerstag im niederländischen ’s-Herzogenbosch bereits die Ausstellung Hieronymus Bosch – Visionen eines Genies). Nach einem kurzen Imbiss brachte uns das Taxi zum Museum Mayer van den Bergh, wo uns die Direktorin eine kurze Einführung in die Geschichte des ältesten Sammlermuseums gab. Anschliessend führte Harry Joelson, der für das Museum wiederholt ehrenamtlich tätig war und das Haus bestens kennt: Fritz Mayer van den Bergh (1858-1901) starb im Alter von 43 Jahren. Nach seinem Tod liess seine Mutter für die Sammlung ihres Sohnes ein Museum erbauen. Das würdevolle, neogotische Gebäude erinnert an ein Patrizierhaus aus dem «goldenen Zeitalter» Antwerpens. Die Gemälde, Skulpturen, Tapisserien, Zeichnungen und Stiche beschwören auf authentische Weise das Leben und Wirken des Sammlers. Dann wurde ins Rockoxhuis gewechselt: Nicolaas Rockox (1560–1640), eine wichtige Figur der Antwerpener Gesellschaft, erwarb das Anwesen 1603 und schuf mit seinen Kunstsammlungen einen überwältigenden Schatz; hier werden während der Renovierung des Königlichen Museums für Schöne Künste entsprechende Leihgaben gezeigt. Nach dem Rückkauf in den 1970er Jahren bietet das abgelegene Museum in Renaissance-Stil eine intime Kulisse zur Kunstbetrachtung (insbesonders die aktuelle Ausstellung «Power Flower: Blumenstillleben in den Niederlanden»), einen idyllischen Garten und ein geschmackvoll eingerichtetes Haus mit Wandteppichen und Möbelstücken. Der eindrucksvolle Tag wurde abgerundet mit einem Nachtessen im tollen Restaurant De Manie. (Foto)

Samstag, 19. März
Am Morgen brachen wir mit dem Vorortszug nach Lier auf.
Nach einem Spaziergang durch die Altstadt und über den schönen Marktplatz, erreichten wir das Stedelijk Museum, ein ursprünglich privates Wohnhaus, in dem sich eine bedeutende Kunstsammlung mit flämischen Künstlern des 16. – 20. Jahrhunderts befindet. Zu bewundern sind neben Werken von Abel Grimmer, David Tenier II, Adriaen Ostade u.a. auch zwölf Gemälde von Pieter Bruegel dem Jüngerem. Darunter die Anbetung der Könige im Schnee nach dem Gemälde im Römerholz und zwei Versionen der Sprichwörter. Besonders spannend war es, verschiedene Versionen desselben Themas nebeneinander zu sehen und direkt vergleichen zu können.

Nach einen gemütlichen, traditionellen flämischen Mittagessen und dem obligaten Bier ging es zurück nach Antwerpen!
Im Museum Plantin Moretus erwartete uns eine Führung durch die älteste und einzigartige Druckerei der Welt. Ein vollständig eingerichtetes Wohnhaus mit Bibliothek, dazugehörigem Garten, einem Bücherladen und eine vollständig erhaltene Druckerei aus der Zeit hinterliessen bei uns allen eine bleibenden Eindruck. Das gesamte Atelier der weltberühmten Druckerei sieht nach 440 Jahren noch genauso aus, als könnten die Setzer, Letterngiesser, Drucker und Korrektoren jederzeit ihre Arbeit wieder aufnehmen. (Foto)
Bei einem wunderbaren Essen und einer reichen Auswahl an köstlichem Bier im bekannten Restaurant «De Rooden Hoed» liessen wir diesem Tag fröhlich ausklingen.

Sonntag, 20. März
Den Vormittag verbrachen wir ausgiebig im Wohnhaus von Peter Paul Rubens – PPR wie einige ihn hier in Antwerpen nennen. Das Wohnhaus mit schönem Garten ist angereichert mit Gemälden, Möbeln und Kunstobjekten aus dem Besitzt des Malers oder zumindest aus der Epoche und zeigt dem Besucher die ganze Pracht und den Reichtum, mit der sich der Künstler umgab. (Foto)
Vor dem Besuch der Kathedrale stärkten wir uns noch im Restaurant mit dem passenden Namen «Het Elfde Gebod». Ein sehr origineller Ort, welcher mit hunderten von Heiligenstatuen, Madonnen, Christusfiguren, Ewiglichtern, Engeln und anderen Gegenständen aus Kirchen geschmückt ist. (Foto)
Die Liebfrauenkathedrale oder niederländisch Onze-Lieve-Vrouwekathedraal vereint verschiedenste Bau- und Kunststile und zählt zu den Höhepunkten brabantischer Baukunst. Seit 2009 sind hier im Zuge der Renovierungsarbeiten des Königlichen Museums zahlreiche grossformatige Werken zu sehen. («Reunion: Von Quinten Metsijs bis Peter Paul Rubens. Meisterwerke aus dem Königlichen Museum kehren in die Kathedrale zurück»). Die Stunden verflogen mit anregenden Gesprächen und Betrachtungen der Gemälde, des wunderbar geschnitztes Chorgestühls und der Glasfenster wie im Flug. Die Brücke zur Kunst der Gegenwart schlägt ein zeitgenössisches Werk. Seit 100 Jahren steht mit der grossen Metallskulptur «Der Mann, der das Kreuz trägt» wieder erstmals ein neues Werk in der Kathedrale. Es ist ein Selbstporträt des international bekannten, belgischen Künstlers Jan Fabre und eine Auseinandersetzung mit seinem Glauben.

Hier endete die Reise, welche bei uns allen bleibende Eindrücke und Erinnerungen an anregende Gespräche in sehr geselliger und fröhlicher Gesellschaft hinterlies.

Jean-Etienne Liotard an der Royal Academy of Arts

Bild von https://www.royalacademy.org.uk/article/jean-etienne-liotard-a-beginners-guide

1760 schuf Liotard in Genf, wo er damals mehrere Aufträge erhielt, die Bildnisse von Isaac-Louis de Thellusson und dessen Gemahlin Julie de Thellusoson, geborenen Ployard. Diese Portraits bilden Höhepunkte nicht nur im Oeuvre des Künstlers, sondern auch in der Reinhart Galerie (…) (aus dem Buch „Stiftung Oskar Reinhart Winterthur“ Band 1)

Das Museum Oskar Reinhart freut sich aus seinem Bestand die beiden oben genannten Bilder der Ausstellung an der Royal Academy of Arts zur Verfügung stellen zu können.

Vom 24. Oktober 2015 bis zum 31. Januar 2016 findet an der Royal Academy of Arts, eine der wichtigsten Kunstinstitutionen Englands, eine Ausstellung zum schweizer Maler Liotard statt. Jetzt sind noch drei Wochen Zeit diese Ausstellung zu besichtigen.

Für Details zur Ausstellung folgen Sie bitte diesen Link royalacademy-jean-etienne-liotard

Unter diesem Link lesen Sie eine Einführung in die Ausstellung.

Sehr spannende Videos zur Ausstellung des schweizer Künstlers in England finden Sie wenn Sie diesem Verweis folgen.

Einen etwas anderen Rückblick auf die Ausstellung findet man auf theframeblog . Hier werden mit detaillierten Fotografien die aufwendigen Einrahmungen der Bilder der Ausstellung betrachtet. Wie wir finden eine sehr spannende und interessante Sichtweise, die noch dazu auf dem blog hervorragend präsentiert wird.

Veranstaltungshinweis: Neues Museumskonzept

Mit neuem Schwung geht es bei uns am 20. Januar 2016 mit der ersten Veranstaltung im neuen Jahr weiter, das im Zeichen des neuen Museumskonzepts in Winterthur steht.
Mittwoch, 20. Januar, 19.30 Uhr, Dritter Raum der Kunsthalle Winterthur
Café des Arts:
Unter der Gesprächsleitung von Karin Salm, Kulturredakteurin SRF2, werden Dr. Kathleen Bühler, Kuratorin für Gegenwartskunst Kunstmuseum Bern, Michael Künzle, Stadtpräsident Winterthur, Dr. Dieter Schwarz, Direktor Kunstmuseum Winterthur und Dr. phil. David Streiff, Kunsthistoriker, Verfasser des Berichts der Museen sowie Vizepräsident ”Freunde des Museums Oskar Reinhart“, über die Neuerungen diskutieren.

Wir freuen uns, Sie an diesem Anlass, der um 19.30 Uhr beginnt, im Dritten Raum der Kunsthalle Winterthur anzutreffen.

Die Kunst schätzen und besser vermarkten

Wie eine Sternschnuppe Artikel vom Landboten
Wie eine Sternschnuppe Artikel vom Landboten

Marc Fehlmann hat das Image des Reinhart-Museums aufgefrischt und die Besucherzahlen vervierfacht. Auf Ende Jahr wechselt er nun ans Deutsche Historische Museum in Berlin. Winterthur sollte seine Kunstschätze besser vermarkten, mahnt Fehlmann.

Denn

«Was hat Winterthur sonst zu bieten als Museen, die in der ganzen Welt berühmt sind?»

und

«Mit Sparen gewinnt man keinen Preis und wird auch für Besucher nicht attraktiv.»

Ein Interview von: Helmut Dworschak der und Marc Leutenegger im Landboten, den 19. Dezember

 

 

Rekordzahlen – Die Erwartungen werden übertroffen

Erwartungen wurden übertroffen
Erwartungen wurden übertroffen

«Hodler, Anker, Giacometti – Meisterwerke aus der Sammlung Blocher» beschert dem Museum Oskar Reinhart Rekordzahlen. Damit hätte Direktor Marc Fehlmann nicht gerechnet.(…) Ja, wir haben eigens einen Telefondienst eingerichtet, um Führungen zu buchen, und wir haben das Angebot unserer Gruppenführungen um 30 Prozent erhöht, allerdings ist bis Weihnachten schon alles ausverkauft und im Januar hat es nur noch wenige freie Termine.(…)

Was halten Sie von der Idee, die Namen in «Neues Museum» zu ändern? 

(…) Es wäre ein Zeichen von nicht zu überbietender Dummheit und Provinzialität seitens der Entscheidungsträger, wenn sie eine solche Marke gegen die nichtssagende Bezeichnung «Neues Museum» austauschen würden. Man kann einen operativen Zusammenschluss auch bewerkstelligen, ohne den Namen des Museums zu eliminieren, das zeigen die erfolgreichen Beispiele in München oder Berlin.

Interview: Salome Kern Stadtanzeiger vom 10. November 2015