Herbstausflug nach Ins und Greyerz am 26. September

Nach einer ruhigen Fahrt über die Stadt Biel erreichte unsere 20-köpfige Reisegruppe das Dörfchen Ins im Kanton Bern.
Bei wunderbarem Herbstwetter empfing uns Matthias Brefin, der Urenkel von Albert Anker, vor dem stattlichen Haus mit gepflegtem, im französischen Stil gehaltenen Garten.
Über eine steile Stiege gelangte man in das Atelier direkt unter dem Dach. Es ist eines der wenigen noch im ursprünglichen Sinne erhaltenen Künstlerateliers in der Schweiz.
Unzählige persönliche Gegenstände hat man dort seit Ankers Todesjahr 1910 aufbewahrt: Fotografien, Fayencen, Malutensilien, Gipsabgüsse, Textilien, ausgestopfte Tiere, eine umfangreiche Bibliothek und viele andere Kuriositäten und Gebrauchsgegenstände. Schnell fühlte man sich in eine andere Zeit versetzt.
Spannend, lebhaft und mit viel Hintergrundwissen erzählte uns Herr Brefin Anekdoten aus der Familiengeschichte, erläuterte uns einzelnen Werke seines Urgrossvaters und sprach auch über die zahlreichen Probleme beim Erhalten des Ateliers. Die Zeit verging zu schnell und gerne hätten wir den Schilderungen von Herrn Brefin noch länger zugehört oder im idyllischen Garten von Albert Anker verweilt.

Nach einem Mittagessen im Restaurant „Mont de Vully“ mit Blick auf den Murtensee ging die Reise weiter nach Greyerz.

Über einen kurzen Fussweg durch das Städtchen mit seinen malerischen Häusern (und zahlreichen Touristen) gelangten wir zum Schloss. Der mittelalterliche Bau mit Festungscharakter war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in Privatbesitz der Genfer Familie Bovy und ist heute eine Stiftung. Zahlreiche Stile der Baukunst prägen den Charakter des heutigen Schlosses. Die Sammlung beherbergt Bilder, Möbel, Gobelins, Textilien aus dem Besitz Karls des Kühnen und zahlreiche Kuriositäten wie eine mumifizierte, abgetrennte Hand, um die sich zahlreiche Geschichten ranken. Immer wieder werden die Räume auch mit zeitgenössischer Kunst bespielt.

Einer der Hauptgründe unseres Besuches war jedoch der von Camille Corot und Barthélemy Menn ausgemalte Salon. Corot war mit der Familie Bovy und mit Barthélemy Menn befreundet und weilte öfters in der Schweiz und auf dem Schloss. Die beiden Maler schmückten den in seiner Art einmaligen Salon um 1852 mit allegorischen Figuren und Landschaften aus. Ergänzt wurden diese Darstellungen mit Landschaftsmalereien und Girlanden von Henri Salzmann und Francis Furet.

Marc Fehlmanns lebhafte und spannende Erläuterungen zum Salon, seiner Entstehung und Ausführung waren der krönende Abschuss dieses Tages.

Lieber mit einem Feuerwerk untergehen, als leise zu sterben.

fehlmann morAnker zum Abschied

Marc Fehlmann ist zum Direktor des Deutschen Historischen Mu­seums in Berlin gewählt worden.

Bevor er sein Amt antritt, sorgt er in der Schweiz noch einmal für Furore:

Er bringt Christoph Blochers Sammlung ins Winterthurer Reinhart-Museum. Von Rico Bandle und Noë Flum (Bild)

Zum Lesen des Artikels der Weltwoche Nr. 40.15 klicken Sie bitte auf das Bild rechts.

StadTalk – Marc Fehlmann im Gespräch

->> Das Gespräch mit Herrn Fehlmann anhören <<

 

Marc Fehlmann im Gespräch Stadtalk
Marc Fehlmann im Gespräch Stadtalk

Am Donnerstag, den 24. September 2015, um 19 Uhr ist Marc Fehlmann, Leiter des Museums Oskar Reinhart, zu Besuch in der renommierten und beliebten Live-Talkshow mit Tradition im stimmigen Ambiente des Coalmine Café im Volkart-Haus direkt beim Bahnhof Winterthur.

Weitere Details finden Sie auf der Webseite STADTALK! oder indem Sie auf das Bild nebenan klicken.

Fluchtgut II – Zwischen Fairness und Gerechtigkeit für Nachkommen und heutige Besitzer

Fluchtgut - Von Geld, Geist und Verantwortung
Fluchtgut – Von Geld, Geist und Verantwortung

[…] Hochkarätig besetzt mit internationalen Referentinnen und Referenten, viel Publikum: Das Museum Oskar Reinhart lud ein zur Tagung «Fluchtgut II: Zwischen Fairness und Gerechtigkeit für Nachkommen und heutige Besitzer». Schon die erste Fluchtgut-Tagung war ein grosser Erfolg – dass an der zweiten noch mehr Fachleute aus der Welt der Kunst, des Rechts, der Wirtschaft etc. den Weg ins Winterthurer Museum Oskar Reinhart fanden, bestätigt ihn erneut.

Es waren gestern so viele, dass die Übertragung in einen Nebensaal nötig wurde. Die Referate waren ebenso anregend, wie die Stimmung angeregt war. Schön, dass die Vorträge auch diesmal wieder in Buchform erscheinen – die Texte der ersten Tagung sind soeben in einem 174-seitigen Band bei Stämpfli herausgekommen (64 Fr.). […]

(erschienen im Landbote vom 01.09.2015. Angelika Maass)

 

Generalversammlung 2015

Am 9. Mai fand die diesjährige Generalversammlung der Freunde des Museums Oskar Reinhart statt. Es war dies die erste Generalversammlung des Vereins zusammen mit dem neu gewählten Vorstand.

Dank aktiver Mitgliederwerbung konnte der Verein um 88 Neumitglieder wachsen. Johannes Nathan verlas namentlich die Liste der Neumitglieder des Vereins.

Des weiteren freut sich der Vorstand mitzuteilen, dass die Aktion Briner Bilder in Gefahr bis zur Generalversammlung gegen CHF 180’000.- Spendenzusagen erhalten hat.

Harry Joelson berichtete von der erfolgreichen Reise der Freunde nach Dresden. Höhepunkt der Reise war zweifellos die Ausstellung „Dahl und Friedrich, romantische Landschaften“ im Albertinum, geführt von Herrn Dr. Stephan Dahme. Unsere ‚Kreidefelsen’ erstrahlten als eines der Hauptexponate in einer sehr gelungenen und ausgezeichnet frequentierten Ausstellung.

Als Zeichen der guten Zusammenarbeit hat sich die Präsidentin des Stiftungsrates, Frau Barbara Gottstein, bereit erklärt eine kurze Erklärung über die Änderungen in den Statuten der Stiftung abzugeben.

Alle Punkte auf der Traktandenliste, beispielsweise die Änderung der Vereinsstatuten oder das Jahresbudget wurden einstimmig oder mit grosser Mehrheit von der Versammlung angenommen. Diese Resultate sind für alle sehr erfreulich und können als Erfolg für den neuen Vorstand gewertet werden. Die breite Unterstützung und die entspannte Stimmung während der GV bestärkt den Vorstand in seinem Vorgehen und stimmen optimistisch für die Zukunft.

Abschliessend wurde Frau Barbara Lutz für ihre langjährigen Verdienste um das Museum Oskar Reinhart zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Versammlung  hat uns gezeigt, dass alle das gleiche Ziel haben: Das Weiterbestehen des Museums Oskar Reinhart am Stadtgarten. Für das dem Vorstand entgegengebrachte Vertrauen möchten wir uns hier nochmals bei allen von Herzen bedanken!

 

Confrontation – Alles kann zur Zeichnung werden

Alles kann zur Zeichnung werden Landbote 09 Mai 2015 Angelika Maas
Alles kann zur Zeichnung werden – Angelika Maas

Gestern Abend wurde im Museum Oskar Reinhart die Ausstellung CONFRONTATION Schweizer Zeichnungen von Liotard bis Noureldin und CH-Variationen. Neuere Schweizer Zeichnungen im Kunstmuseum eröffnet. Die Schau im Museum Oskar Reinhart dauert bis am 06. September.

[…] Zwei Ausstellungen, ein grosses Thema: Das Museum Oskar Reinhart zeigt «Confrontation. Schweizer Zeichnungen von Liotard bis Noureldin», und das Kunstmuseum präsentiert «CH-Variationen. Neuere Schweizer Zeichnungen». Am Ende steht man da, ganz heiter und beschwingt, obwohl nicht alles heiter und beschwingt ist, was man in den beiden Ausstellungen zu sehen bekommt. Aber diese Vielfalt an Ausdrucksformen lässt niemanden unberührt – eine Erfahrung von Freiheit zwischen atmender Bewegung und fesselnder Konzentration. […] Die beiden Ausstellungen laden ein, die Vielfältigkeit und die bis heute anhaltende künstlerische Relevanz der Gattung Zeichnung neu zu erkennen. […]

(erschienen im Landbote vom 09.05.2015. Angelika Maass)

Vereinsreise nach Dresden vom 10.-12. April 2015

 «Kreidefelsen auf Rügen» von Caspar David Friedrich (1774–1840)
«Kreidefelsen auf Rügen» von Caspar David Friedrich (1774–1840)

 

Am Freitag empfing uns nach einer frühen Abreise aus Zürich Dresden mit wunderbarem, sonnigem Frühlingswetter.
Die freie Zeit bis zum Abendessen wurde von allen Teilnehmern auf verschiedenste Weise genutzt: Besuch des Grünen Gewölbes, des Neuen Gewölbes, des Residenzschlosses oder einer Besichtigung der Stadt.
Die Aufführung von Giuseppe Verdis „Simone Boccanegra“ in der imposanten Semperoper rundete den ersten Tag ab. Die selten aufgeführte Oper überzeugte mit innovativem Bühnenbild und starken Stimmen.

Das erste Ziel am Samstagmorgen war die Ausstellung „Dahl und Friedrich, romantische Landschaften“ im Albertinum. Herr Dr. Stephan Dahn erwartet uns bereits. Wir waren alle gespannt, wie sich das Gemälde „Kreidefelsen auf Rügen“ von Caspar David Friedrich aus dem Museum Oskar Reinhart in die Ausstellung einfügen und dort positionieren würde. Es war ein Höhepunkt der Reise, dieses berühmte Werk in dieser sehr gelungenen und ausgezeichnet frequentierten Ausstellung einmal in einem anderen Kontext bewundern zu können. Besonders schön war es zu erleben, mit welcher Wertschätzung und Begeisterung die „Kreidefelsen“ in Dresden nicht nur von Fachleuten des Albertinum sondern besonders von Besuchern wahrgenommen und geschätzt wurde.
Nach einer kurzen Mittagspause erwartet uns die neue Direktorin Frau Dr. Hilke Wagner und die Konservatorin Frau Dr. S. Biedermann zu einer Führung durch die Galerie Neue Meister im Albertinum. Gegenwartskunst tritt dort in einen spannungsvollen Dialog mit dem gewachsenen Sammlungsbestand: Neben den uns vertrauten Romantikern, französischen und deutschen Impressionisten, Expressionisten und den Brücke-Künstlern waren die für uns fast unbekannten Vertreter der Dresdner Sezession zu besichtigen. Die neu eingerichteten Räume mit Werken von Georg Baselitz und Gerhard Richter führen den Besucher dann in die unmittelbare Gegenwart.
Der lebhafte Dialog über Kultur und Leben brach auch beim stimmungsvollen Abendessen nicht ab.

Am Sonntagmorgen erwartet uns Dr. Stephan Dahm erneut zu einer Führung in den neu gestalteten Räumen der Gemäldegalerie Alte Meister im Zwinger. Der internationale Ruhm der Gemäldegalerie gründet sich auf Meisterwerke wie Raffaels „Sixtinische Madonna“, Giorgiones „Schlummernde 
Venus“, Correggios „Heilige Nacht“, Cranachs »Katharinenaltar«, Vermeers »Briefleserin« oder Bellottos Dresdener Stadtansichten. Auch dieser Besuch unter fachkundiger Führung und die daraus resultierenden Dialoge begeisterten alle und dauerte weit über die geplante Zeit hinaus.
Danach besuchten wir die berühmte Porzellansammlung August des Starken in den dafür neu renovierten Räumlichkeiten des Zwingers. Neben einer grossen Anzahl ostasiatischen Porzellans, beeindruckte in erster Linie die Sammlung von Meissner Porzellan des 18. Jahrhunderts in Form vom Geschirr, Figuren und übergrossen Tieren.
Im Residenzschloss erwartete uns am Nachmittag Frau Dr. Petra Kuhlmann-Hodick, Kustodin des Kupferstichkabinetts, zu einer privaten Besichtigung. In einem perfekten und nach allen konservatorischen Vorgaben ausgebauten Sammlungskabinett konnten wir zahlreiche Zeichnungen von Anton Graff, Adrian Zingg und anderen Künstlern des 18. und 19. Jahrhunderts betrachten.

Leider neigte sich unsere Reise schon bald dem Ende zu.
Für die kleine aber feine Reisegruppe war der Besuch in Dresden ein tolles Erlebnis. Die wunderbaren Kunstschätze, die hochkarätigen Führungen, die spannenden Gespräche, das perfekt organisierte Programm und die harmonische Zusammensetzung der Gruppe (nicht zu vergessen das gute Essen und das schöne Wetter!) trugen allesamt zum Gelingen dieser Reise bei.
Wir freuen uns auf die nächste Reise im kommenden Jahr und hoffen viele Freunde des Museums dafür begeistern zu können.

Madeleine Ducret

Teilnehmer: Madeleine Ducret, Michel Cuendet, Marc Fehlmann, Harry Joelson, Ruth und Hansruedi Kübler, Andrea Lutz, Sonja Remsberger, David Schmidhauser, David Streiff.

Barthelemy Menn (1815–1893)

Die Ausstellung BARTHÉLEMY MENN (1815–1893) wurde am 06. März in einem feierlichen Rahmen eröffnet und ist bis am 30. August 2015 im Museum Oskar Reinhart zu besichtigen.
 


 
barthelemy menn nzz 2015 In einem Busch sehe ich alles
2. April Maria Becker NZZ „In einem Busch sehe ich alles“

 

Am 2. April ist von Maria Becker in der NZZ unter dem Titel des Menn Zitates In einem Busch sehe ich alles ein weiterer Artikel über die Ausstellung erschienen.

 
 
 
 
 
 


 

Ein vergessener Maler wird wiederentdeckt und rehabilitiert. In der Kunst des 19. Jahrhunderts spielte er eine Nebenrolle; die aber war einen Oskar wert.
(…) Marc Fehlmann, Direktor des Museums Oskar Reinhart, (hat) für das in Winterthur sehr prominent vorhandene Werk des Genfers im Haus am Stadtgarten drei Räume frei gemacht, in denen er die Wände in einem weichen Bordeaux-Ton streichen liess. Es ist dies die bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts gängige Farbe musealer Bilderwände. Sie bringt koloristische Feinheiten der Grün-Blau-Braun-Grau-Palette, wie Menn sie zu bieten hat, wunderbar zur Geltung.

Am 31. Dezember erscheint von Urs Meier vom journal21 ein sehr interessanter Artikel über die Ausstellung.
 


 
Barthelemy Menn Sehnsucht und Geborgenheit
Landbote am 07.03.2015 von Angelika Maass

 

Zwischen Sehnsucht und Geborgenheit – Barthélemy Menn, «Entdecker» von Hodler, herausragender Lehrer und Vermittler, hat in Frankreich gelernt und wurde ein Meister der Paysage intime.
Eine Geburtstagsschau im Museum Oskar Reinhart. […]

(Artikel erschienen im Landbote am 07.03.2015 von Angelika Maass)
 


 

Le Bilan Barthélémy Menn Etienne Dumont
Etienne Dumont Le Bilan Barthélémy Menn le 5 mars

 

Barthélémy Menn est né en 1815. Il y a donc anniversaire. On pouvait s’imaginer que le Musée d’art et d’histoire marque le coup. Eh bien non! C’est le Museum Oskar Reinhart de Winterthour, dont je vous ai récemment parlé, qui s’attelle à ce devoir de mémoire. Il présentera du 7 mars au 30 août des pièces tirées de son propre fonds. Le musée possède en effet, grâce à son créateur Oskar Reinhart (1885-1965), le plus important ensemble de Menn après Genève.

(L’article de Etienne Dumont a paru dans le Bilan le 5 mars)
 

Die Freunde des Museums Oskar Reinhart wählen einen neuen Vorstand

Museumsfreunde wählen neuen Vorstand. 13.12.2014 (dwo) Landbote
Museumsfreunde wählen neuen Vorstand. 13.12.2014 (dwo) Landbote

Die Freunde des Museums Oskar Reinhart haben an der Generalversammlung vom 20. November 2014 einen neuen Vorstand gewählt.

Zur Präsidentin wurde Frau Sonja Remensberger gewählt, zum Vizepräsidenten David Streiff.

Der neue Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt die Museumsleitung ideell und finanziell zu unterstützen, die Mitgliederzahl in Jahresfrist zu verdoppeln und konstruktiv an der Erhaltung von Oskar Reinharts Vermächtnis zu arbeiten.