Lieber mit einem Feuerwerk untergehen, als leise zu sterben.

fehlmann morAnker zum Abschied

Marc Fehlmann ist zum Direktor des Deutschen Historischen Mu­seums in Berlin gewählt worden.

Bevor er sein Amt antritt, sorgt er in der Schweiz noch einmal für Furore:

Er bringt Christoph Blochers Sammlung ins Winterthurer Reinhart-Museum. Von Rico Bandle und Noë Flum (Bild)

Zum Lesen des Artikels der Weltwoche Nr. 40.15 klicken Sie bitte auf das Bild rechts.

Fluchtgut II – Zwischen Fairness und Gerechtigkeit für Nachkommen und heutige Besitzer

Fluchtgut - Von Geld, Geist und Verantwortung
Fluchtgut – Von Geld, Geist und Verantwortung

[…] Hochkarätig besetzt mit internationalen Referentinnen und Referenten, viel Publikum: Das Museum Oskar Reinhart lud ein zur Tagung «Fluchtgut II: Zwischen Fairness und Gerechtigkeit für Nachkommen und heutige Besitzer». Schon die erste Fluchtgut-Tagung war ein grosser Erfolg – dass an der zweiten noch mehr Fachleute aus der Welt der Kunst, des Rechts, der Wirtschaft etc. den Weg ins Winterthurer Museum Oskar Reinhart fanden, bestätigt ihn erneut.

Es waren gestern so viele, dass die Übertragung in einen Nebensaal nötig wurde. Die Referate waren ebenso anregend, wie die Stimmung angeregt war. Schön, dass die Vorträge auch diesmal wieder in Buchform erscheinen – die Texte der ersten Tagung sind soeben in einem 174-seitigen Band bei Stämpfli herausgekommen (64 Fr.). […]

(erschienen im Landbote vom 01.09.2015. Angelika Maass)

 

Stiftung Oskar Reinhart gibt ein Pastell zurück

"Dame mit roter Bluse" Pastell von Adolph Menzel
„Dame mit roter Bluse“ Pastell von Adolph Menzel

Die Stiftung Oskar Reinhart in Winterthur hat den Erben des Berliner Verlegers Rudolf Mosse (1843–1920) eine Pastell-Zeichnung von Adolph Menzel aus ihrem Bestand übergeben.

Das Blatt wurde Erna Felicia und Hans Lachmann-Mosse, Mosses Tochter und Schwiegersohn, kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Deutschland 1933 widerrechtlich entzogen.

Beim übergebenen Werk handelt sich um das Blatt „Dame mit roter Bluse“ (Kostümstudie, Menzels Schwester Emilie), Pastell auf ehemals blauem, heute gebräuntem Papier, 21/22 x 28.5/29 cm; Inv. Nr. 545. Da die Werke im Besitz der Stiftung Oskar Reinhart unveräusserlich sind, hat die Stiftung diese Zeichnung keiner Bewertung unterzogen.

Oskar Reinhart hat das Blatt 1934 vom Kunsthändler Fritz Nathan in München erworben, mit dem er seit 1928 in regelmässigem Kontakt stand und dem er 1936 zur Flucht in die Schweiz verhalf. Er bezahlte mit 3’632 Schweizer Franken einen Preis, der für hochwertige Zeichnungen Menzels damals üblich war.

1940 hat Oskar Reinhart das Werk in die Stiftung eingebracht, die er gründete, um seinen Kunstbesitz der Öffentlichkeit zu erhalten. Menzels Pastellstudie wurde in der Ausstellung gezeigt, die 1993–1995 Werke der Stiftung Oskar Reinhart nach Berlin, New York, Los Angeles, London und Genf brachte. Das Blatt war unter Nr. 67 ausgestellt und wurde in den begleitenden Publikationen beschrieben und abgebildet. Ausserdem wurde das Pastell in Rolf Hochhuth, Menzel. Maler des Lichts, Frankfurt a. M./ Leipzig 1991, S. 80 abgebildet.

Das 2012 ins Leben gerufene Mosse Art Restitution Project hat die Umstände erhellt, die zum Konkurs des Verlagshauses Mosse sowie zur Beschlagnahmung der Sammlung und 1934 zur öffentlichen Versteigerung der Werke in Berlin führten, nachdem die Nachkommen Mosses aus Deutschland geflohen waren. Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse hat der Stiftungsrat der Stiftung Oskar Reinhart die Erben der damals enteigneten Besitzer kontaktiert und ihnen angeboten, das Blatt zu übergeben.

Es ist nachgewiesen, dass Oskar Reinhart Angebote mit unklarer Provenienz in den 1930er Jahren strikte mied.

Der Stiftungsrat ist überzeugt, im Sinne des Stifters zu handeln, wenn er sich von einem Werk trennt, von dem aus heutiger Sicht anzunehmen ist, dass Reinhart es nicht erworben hätte, wenn ihm die genauen Umstände der Veräusserung bekannt gewesen wären. Dementsprechend erfolgte die Übergabe des Menzel-Pastells an die Erben Mosse (d.h. an die Mosse Foundation, University of Wisconsin Foundation, Joy Mosse) aus freiem Ermessen.

Die Sammlung der Stiftung Oskar Reinhart umfasst rund 640 Gemälde und Skulpturen sowie ca. 6’000 Arbeiten auf Papier. Aufgrund der Geschichte des Sammlers Oskar Reinhart und aufgrund bisheriger Recherchen darf die Stiftung Oskar Reinhart, Winterthur, davon ausgehen, dass es sich bei dem nun übergebenen Blatt von Adolph Menzel um einen Einzelfall handelt. Das „Mosse Art Restitution Project“ dankt der Stiftung Oskar Reinhart, dass sie an die Mosse Erben gelangt ist und diesen das Werk restituiert hat. Informationen zum „Mosse Art Restitution Project“ finden sich unter www.mosseartproject.com

Vollständige Pressemitteilung

Artikel im Landbote

 
SRF Radiobeitrag

Eine der vier besten Hodler Sammlungen der Schweiz

Ferdinand Hodler Ausstellung im Oskar Reinhart
mgm. Museum Oskar Reinhart bald in sicherem Hafen. Landbote 11.06.2015

 

Kombiniert mit dem Bestand des Kunstmuseums zeigt das Museum Oskar Reinhart, rechtzeitig zum 130. Geburtstag von Oskar Reinhart, einen neu eingerichteten Saal mit den Werken von Ferdinand Hodler. Das neue Hängekonzept öffnet ganz neue künstlerische Möglichkeiten und Perspektiven für das Museum und für Dr. Marc Fehlmann.

 

modernes museum
Helmut Dworschak. Ein Schritt vom Mausoleum zu einem modernen Museum. Landbote 11.06.2015

Aber nicht nur das neue Hängekonzept, auch das Engagement unseres Vereins trägt erste Früchte. Das Museum wird von der Stadt als Juwel erkannt und die Briner und Kern Sammlung wird nun im Erdgeschoss integriert. Dies eröffnet so weitere Möglichkeiten, Ideen und Visionen rund um das Museum umzusetzen.

Confrontation – Alles kann zur Zeichnung werden

Alles kann zur Zeichnung werden Landbote 09 Mai 2015 Angelika Maas
Alles kann zur Zeichnung werden – Angelika Maas

Gestern Abend wurde im Museum Oskar Reinhart die Ausstellung CONFRONTATION Schweizer Zeichnungen von Liotard bis Noureldin und CH-Variationen. Neuere Schweizer Zeichnungen im Kunstmuseum eröffnet. Die Schau im Museum Oskar Reinhart dauert bis am 06. September.

[…] Zwei Ausstellungen, ein grosses Thema: Das Museum Oskar Reinhart zeigt «Confrontation. Schweizer Zeichnungen von Liotard bis Noureldin», und das Kunstmuseum präsentiert «CH-Variationen. Neuere Schweizer Zeichnungen». Am Ende steht man da, ganz heiter und beschwingt, obwohl nicht alles heiter und beschwingt ist, was man in den beiden Ausstellungen zu sehen bekommt. Aber diese Vielfalt an Ausdrucksformen lässt niemanden unberührt – eine Erfahrung von Freiheit zwischen atmender Bewegung und fesselnder Konzentration. […] Die beiden Ausstellungen laden ein, die Vielfältigkeit und die bis heute anhaltende künstlerische Relevanz der Gattung Zeichnung neu zu erkennen. […]

(erschienen im Landbote vom 09.05.2015. Angelika Maass)

Stiftung Oskar Reinhart: Änderung der Statuten gutgeheissen

Stiftung Oskar Reinhart Änderung Statuten
Stiftung Oskar Reinhart Änderung der Statuten gutgeheissen

Der Vorstand der Freunde des Museums Oskar Reinhart nimmt voller Erleichterung zur Kenntnis, dass die eidgenössische Stiftungsaufsicht die Statutenänderung der von Oskar Reinhart 1940 gegründeten Stiftung gutgeheissen hat.
Die neuen Richtlinien zur Hängung der Werke ermöglichen einen modernen Museumsbetrieb. Die Erhaltung des Bildbestandes der Stiftung Oskar Reinhart ist weiterhin gewährt.
Der Vorstand der Freunde des Museums Oskar Reinhart ist zuversichtlich, dass Dr. Marc Fehlmann behutsam und respektvoll mit Oskar Reinharts Vermächtnis umgehen wird. Die Liberalisierung der Hängevorgaben erleichtert einen zeitgemässen, lebendigen Umgang mit dem Sammlungsbestand.
Die modifizierten Statuten garantieren weiterhin, dass der Wille des Stifters respektiert wird: Die Erhaltung der Sammlung in ihrer Gesamtheit und die Zugänglichkeit für eine breite Öffentlichkeit.

Freunde des Museums Oskar Reinhart
Der Vorstand

Stiftung Oskar Reinhart Stiftungsurkunde


 

neue freiheit oskar reinhart landbote
dwo „Neue Freiheit Oskar Reinhart“ Landbote 31. März

Am 31. März ist von dwo im Landboten unter dem Titel Neue Freiheit für Oskar Reinhart ein Artikel erschienen, der das Thema aufgreift und erklärt. Museumsdirektor Marc Fehlmann verspricht hier unter anderem mit den neuen Freiheiten subtil umgehen zu wollen, ohne den Charakter der Sammlung zu zerstören.

Kreidefelsen machen Urlaub in Dresden

Die Kreidefelsen machen Urlaub in Dresden
Die Kreidefelsen machen Urlaub in Dresden. 07.02.2015 dwo/red Landbote

Das Gemälde «Kreidefelsen auf Rügen» von Caspar David Friedrich (1774–1840) ist eine Ikone der Deutschen Romantik und Aushängeschild der Museumsstadt Winterthur.
Statt im Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten hängt es nun bis Anfang Mai in den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden. […]

(erschienen im Landbote am 07.02.2015 dwo/red)

Im Rahmen des Jahresprogrammes besuchen wir auf unserer Vereinsreise die Ausstellung Romantische Landschaften der Staatlichen Kunstsammlung in Dresden und freuen uns dabei unter anderem auf ein Wiedersehen mit den Kreidefelsen.


 

kunstmarkt.com Die Ausstellung „Dahl und Friedrich. Romantische Landschaften“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden lockt die Besucher an. Nach neun Wochen Laufzeit konnte sie bereits den 50.000sten Besucher verzeichnen. (…) Mit diesem Ergebnis gehört die Ausstellung schon jetzt zu einem der stärksten Besuchermagnete der Staatlichen Kunstsammlungen. (…) Neben den eigenen Beständen ergänzen wertvolle Leihgaben renommierter Museen und Privatsammlungen des In- und Auslandes, darunter der Hamburger Kunsthalle, der Alten Nationalgalerie in Berlin, des Metropolitan Museum of Art in New York, des Museum Oskar Reinhart in Winterthur und der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien, diese Schau.

Letzte Chance für Winterthur

letzte chance für winterthur
Letzte Chance für Winterthur. 25.01.2015 Gerhard Mack NZZ

Wir empfehlen Ihnen heute den Kauf der NZZ am Sonntag!

Der Autor Gerhard Mack schreibt heute, in einem zweiseitigen Artikel im Kulturbereich, mit klaren Worten, wie er die Museenlandschaft in Winterthur sieht.

Dieser wird sicher kontroverse, aber auch absolut nötige Diskussionen auslösen.

 

 

[…] Winterthurs Potenzial als Museumsstadt liegt […] im Kunstmuseum und im Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten.

Nur wenn diese beiden Häuser zusammengeführt und ihre Kernbestände um weitere Werke aus der Restsammlung Hahnloser, aus den Sammlungen Briner und Kern sowie von weiteren verstärkt werden, erhält die Stadt eine Institution, die sich künftig behaupten kann.

Gelingt dies nicht, dürfen sich andere Häuser in der Schweiz freuen. Die Sammlung Briner wäre dem Kunstmuseum St. Gallen eine willkommene Verstärkung.

Wenn Winterthur sich vorher nicht neu aufstellt, können die Stadtoberen die ganze Kunst am besten schon jetzt auf Camions verfrachten und vor dem Kunsthaus Zürich abladen. Entschuldigungen für ihre Versäumnisse gibt es keine.

(erschienen in der NZZ am Sonntag vom 25.01.2015 von Gerhard Mack)

 

Unterstützen Sie uns! Mit noch mehr Mitgliedern ist es für uns einfacher weiter aktiv für die Belange des Museums Oskar Reinhart einzustehen.

Machen Sie den Unterschied! Wir verweisen hier insbesondere auf unsere aktuelle Aktion „Briner Bilder in Gefahr!“

 

 

Mehr Rückhalt für viel Engagement

Mehr Rückhalt für viel Engagement. 16.01.2015 Angelika Maass und Elisabetta Antonelli Landbote
Mehr Rückhalt für viel Engagement. 16.01.2015 Angelika Maass und Elisabetta Antonelli Landbote

Wie und wann wird sich die Stadt Winterthur wieder für das Museum Oskar Reinhart stark machen?

[…] Marc Fehlmann, Direktor des Museums Oskar Reinhart (MOR), hat seit seinem Amtsantritt am 1. Mai 2012 schon manche Rakete gezündet und sprüht auch jetzt vor Tatkraft und Ideen. Direktor Marc Fehlmann präsentierte an der gestrigen Medienkonferenz voller Stolz seine Besucherstatistik. 22 455 Eintritte verzeichnete das Museum Oskar Reinhart (MOR) – 44 Prozent mehr als im Vorjahr. 30 Prozent der Besucher stammten aus Stadt und Kanton Zürich, 29 aus der übrigen Schweiz und 29 Prozent aus Deutschland. Damit zeigt Fehlmann auf, dass «sein» Museum weit über Winterthur hinausstrahlt.
Die Zukunft des Museums Oskar Reinhart und der Sammlung Briner und Kern ist ungewiss. Die Gönnervereine gehen nun auf die Suche nach Geldquellen.
Die Vereine rufen deshalb Private auf, Geld «zur Rettung» der Bilder zur Verfügung zu stellen. 250 000 Franken sind für die Anpassung der Räume nötig, 57 000 sind bereits beisammen.

(erschienen im Landbote vom 16.01.2015. Angelika Maass und Elisabetta Antonelli)
 

Die Freunde des Museums Oskar Reinhart wählen einen neuen Vorstand

Museumsfreunde wählen neuen Vorstand. 13.12.2014 (dwo) Landbote
Museumsfreunde wählen neuen Vorstand. 13.12.2014 (dwo) Landbote

Die Freunde des Museums Oskar Reinhart haben an der Generalversammlung vom 20. November 2014 einen neuen Vorstand gewählt.

Zur Präsidentin wurde Frau Sonja Remensberger gewählt, zum Vizepräsidenten David Streiff.

Der neue Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt die Museumsleitung ideell und finanziell zu unterstützen, die Mitgliederzahl in Jahresfrist zu verdoppeln und konstruktiv an der Erhaltung von Oskar Reinharts Vermächtnis zu arbeiten.